Daten zum Modell

   
Datum 14.04.2011
Ort Städtisches Klinikum Wolfenbüttel gGmbH
Interviewpartner Ralf Harmel, Pflegedirektor
Themenkategorie „Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf“
Maßnahme Balance von Familie und Beruf – Kinder und Senioren
   

Name des Krankenhauses

Anschrift Städtisches Klinikum Wolfenbüttel gGmbH
Alter Weg 80
38302 Wolfenbüttel
Klinikleitung Geschäftsführer
Joachim Kröger

Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. Heinrich Keck

Pflegedirektor
Ralf Harmel

Verwaltungsdirektor
Klaus Salge
Ansprechpartner der Maßnahme Ralf Harmel
05331/934-2001
ralf.harmel@khwf.de

Struktur- und Leistungsdaten

Anzahl der vollstationären Planbetten 300
Anzahl der ärztlichen MitarbeiterInnen 81
Anzahl der Gesundheits- und KrankenpflegerInnen 185
Anzahl der Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen 4,6

Projektmotivation/-vorbereitung

Plannungen im Vorfeld

Einzelne Projekte werden von einer Projektgruppe initiiert, geplant und begleitet.


Ausgangslage

Ein regionales „Bündnis für Familie“ ermöglicht eine umfassende Netzwerkarbeit, gemeinsame Aktionen machen das Klinikum für ihre Kundschaft bekannter und zugänglicher.
Bisherige interne Aktivitäten des Klinikums zu diesem Thema waren abhängig von den jeweiligen Personen, die die Entscheidungsbefugnis hatten. Zu diesem Zeitpunkt gab es kein Gesamtkonzept.


An der Planung beteiligte Berufsgruppen/Personen

Projektgruppe


Externe Projektförderung

keine vorhanden

Projektumsetzung

Ziele

  • Bei der zu beobachtbaren Leistungsverdichtung soll eine Atmosphäre geschaffen werden, bei der die MitarbeiterInnen sich zu Hause fühlen, sich mit Ihren individuellen familiaren Bedingungen gesehen und unterstützt fühlen, sodass sie auch in schwierigen Zeiten dem Klinikum treu bleiben.
  • Aktivitäten zu Familie und Beruf sollen im Klinikum bekannter und für alle MitarbeiterInnen zugänglicher werden.
  • Pflege als klassischer Frauenberuf in Verbindung mit traditionellen Strukturen in den Familien führen dazu, dass viele Mitarbeiterinnen in der Pflege mit der Kinderbetreuung oder auch der Betreuung zu pflegender Angehörige konfrontiert sind. Um einem Fachkräftemangel vozugreifen, versucht das Städtische Klinikum Wolfenbüttel gerade auch für diese Mitarbeiterinnen attraktiv zu sein. Durch die besondere Lage Wolfenbüttels an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt besteht momentan noch kein Fachkräftemangel.

Zielgruppe

  • Alle MitarbeiterInnen des Klinikums

Elementare Konzeptbestandteile

  • Entwicklung einer Intranetseite zum Thema „Balance Familie und Beruf“
  • Mitglied im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“
  • Teilnahme an der Kampagne des Marburger Bunds „für ein familienfreundliches Krankenhaus“  

Verfahren einzelner Projekte

  • Patenschaften: Ein Mitglied der Projektgruppe übernimmt die Patenschaft eines/ einer von Elternschaft betroffenen Mitarbeiters/in, gemeinsam in der Projektgruppe werden individuelle Lösungen entwickelt.
  • Ferienbetreuung: MitarbeiterInnen wurden zu Tagesmüttern (Kindertagespflege) ausgebildet. Diese übernehmen die Betreuung der Kinder von MitarbeiterInnen während ausgewählten Zeiten.
  • Mittagessen: MitarbeiterInnen können in der hauseigenen Küche Mittagessen kaufen und mitnehmen.

Projektdauer

  • Projekt-Patenschaften: seit einigen Jahren etabliert
  • Projekt-Ferienbetreuung: 2011 Probelauf
  • Projekt- Mittagessen: Seit 2011 eingeführt

Projektgruppe

  • Ständige Mitglieder: Pflegedirektor, stellvertretende Pflegedirektorin, zwei Stationsleitungen, eine Ärztin, ein Vertreter aus der Personalabteilung, ein Betriebsratsmitglied, eine Mitarbeiterin aus der Küche. Zusätzlich temporäre Mitglieder aus allen Bereichen.

Projektbeurteilung

Ausgangsanalyse

  • Zu den einzelnen Projekten wird der Bedarf erfragt.

Evaluation der Maßnahme

  • Alle Projekte werden einzeln evaluiert.
  • Familienfreundlichkeitscheck wurde 2011 durchgeführt.
  • Das Audit „Beruf und Familie“ ist für 2011 geplant

 


Evaluationsergebnisse

  • Projekt-Patenschaften: wird überwiegend positiv angenommen.
  • Projekt-Ferienbetreuung: Für die Ausbildung zur Tagespflegerin haben sich ausreichend MitarbeiterInnen beworben.
  • Projekt-Mittagessen: Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine Ergebnisse vorhanden.

Zielerreichungsgrad

Rückblickend besonders erfolgreich/gelungen

  • Die Patenschaften werden positiv erlebt. Durch den direkten Kontakt mit den Betroffenen sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe immer wieder gefordert zu reflektieren, was die MitarbeiterInnen wirklich wollen.
  • Durch das Projekt der Ferienbetreuung werden die MitarbeiterInnen gefordert eigenes Engagement einzubringen. Es fördert eine gegenseitige Verbindlichkeit.

Rückblickend erfolglos/nicht gelungen

  • Eine eigene Kita ins Haus zu holen.

Förderliche Faktoren

  • Sehr gute Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, Möglichkeit auf dem kurzen Dienstweg, Lösungen zu entwickeln, da großes Spektrum von MitarbeiterInnen aus den unterschiedlichen Bereichen in der Projektgruppe ist.

Hemmende Faktoren

  • Großer persönlicher Einsatz der Mitglieder der Projektgruppe, welche manchmal an die Grenzen ihrer Kräfte kommen, vor allem gegenüber einer ausgeprägten Erwartungshaltung mancher MitarbeiterInnen.

Eingeführte Maßnahme

Größte Auswirkung

  • Verbesserte Kommunikation unter den Berufsgruppen durch die Erfahrung, gemeinsam Lösungen entwickeln zu können. Erhöhtes Vertrauen in gegenseitige Verbindlichkeit.

Publikation der Maßnahme

Publikation der Maßnahme

www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp