Lebensphasengerechtes Arbeiten in der Pflege

Angesichts der hohen Belastung, der Pflegende in ihrem Arbeitsalltag ausgesetzt sind, und einer geänderten Altersstruktur des Pflegepersonals, gewinnt die Entwicklung von Perspektiven für einen berufslebenslangen Verbleib in der Pflege zunehmend an Bedeutung. Demografieorientierte Personalentwicklungskonzepte befassen sich mit beruflichen Lebensphasen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Altersstufen und zeigen mitarbeiterorientierte Lösungsansätze auf.

Universitätsklinikum Regensburg: Pflegende coachen Pflegende (BECI)
Um die Gesundheit von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Niels-Stensen-Kliniken zu fördern, wurde im Herbst 2011 mit einem groß angelegten Gesundheits- und Familientag der AKTIVERBUND ins Leben gerufen – ein Paket verschiedener Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
Niels-Stensen-Kliniken Georgsmarienhütte: AktiVerbund
Um die Gesundheit von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Niels-Stensen-Kliniken zu fördern, wurde im Herbst 2011 mit einem groß angelegten Gesundheits- und Familientag der AKTIVERBUND ins Leben gerufen – ein Paket verschiedener Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
Medizinische Hochschule Hannover: Fit for Work and Life
Das an der Medizinischen Hochschule Hannover gestartete „Fit for Work and Life“ ist deutschlandweit das erste Gesundheitsprojekt seiner Art: Mit individuell angepassten, aufeinander abgestimmten therapeutischen, präventiven und rehabilitativen Maßnahmen sollen die Mitarbeiter der MHH gesünder werden.
Diakonissenkrankenhaus Flensburg: Altersgerechte Arbeitsbedingungen
Auf der Basis einer systematischen Analyse und Bewertung der vorhandenen Arbeitsorganisation konnten durch die Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Workshops einige Empfehlungen für organisatorische Veränderungen abgeleitet werden.
Evangelisches Krankenhaus Zweibrücken: Altersstrukturanalyse
Aufgrund von Problemen bei der Stellenbesetzung wurden im Evangelischen Krankenhaus Zweibrücken verschiedene Ansätze zur langfristigen und strategischen Personalplanung entwickelt. Altersstrukturanalysen und Arbeitsbewältigungs-Coaching der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienten als Grundlage für die Einführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Gesundheit der Mitarbeiter sowie der Führung des Krankenhauses.
Städtisches Klinikum Karlsruhe: Lebensphasengerechtes Arbeiten
Im Städtischen Klinikum Karlsruhe wurde das bisher bundesweit einmalige Projekt „Lebensphasengerechtes Arbeiten im Pflegedienst – LAP©“ initiiert. Kern des Projekts sind Verbesserung und Erhalt der Arbeitsfähigkeit als Voraussetzung für ein berufslebenslanges Arbeiten im Pflegedienst sowie die Anhebung der Attraktivität der Pflegeberufe, um motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen.
AG katholischer Krankenhäuser: Maas-BGW
In fünf Einrichtungen der Arbeitsgemeinschaften katholischer Krankenhäuser Rheinland-Pfalz und Saarland fand eine Integration des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in ein bestehendes Qualitätsmanagementsystem statt – nach den Managementanforderungen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zum Arbeitsschutz (MAAS-BGW). Es wird im Rahmen einer Zertifizierung, z. B. nach den Verfahren der proCum Cert GmbH und der Koorperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ), alle drei Jahre parallel durch die Berufsgenossenschaft zertifiziert.
Rheinhessen-Fachklinik Alzey: "Gesund psychiatrisch pflegen"
Eine anonymisierte Arbeitsunfähigkeitsanalyse derRheinhessen-Fachklinik Alzey deckte das vermehrte Auftreten psychischer Erkrankungen in der Berufsgruppe der Pflegenden auf. Daraus entstand die Frage, was die Klinik als Arbeitgeber tun kann, um gesundheitsfördernd einzugreifen.
Alice-Hospital Darmstadt: "3P – Pflege Dich selbst!"
Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojektes wurde am Alice-Hospital in Darmstadt mit den professionell Pflegenden ein partizipativer Problemlösungsprozess entworfen, mit dessen Hilfe erfolgreich Gesundheitskompetenzen entwickelt werden können. Diese befähigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Belastungen zu erkennen und zu bewerten, daraus Strategien zu entwickeln, ihre Wirksamkeit zu reflektieren und Gesundheitsroutinen abzuleiten. Ziel sind Förderung, Erhalt und Wiederherstellung der eigenen Gesundheit.
Stiftungsklinikum Mittelrhein: Wertschätzung älterer Mitarbeiter
Die langfristige Bewältigung der steigenden Anforderungen wird in Zukunft verstärkt mit alternden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreicht werden müssen. Schon heute gilt es aber, die Belastung der Mitarbeiter zu senken und die Akzeptanz dieser Mitarbeiter zu stärken. Auf einer Pilotstation des Gesundheitszentrums Evangelisches Stift St. Martin Koblenz, die aufgrund einer Altersstrukturanalyse ausgewählt worden ist, wurden Maßnahmen umgesetzt, um genau für diese beiden Problembereiche Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln und umzusetzen.
Vivantes Netzwerk für Gesundheit Berlin: Demografiefeste Arbeitsplätze
Durch die soziodemografischen Entwicklungen werden die Anzahl der kranken Menschen und die Zahl der Ein-Personen-Haushalte steigen. Dies zieht einen erhöhten Pflegebedarf nach sich. Dem steht eine sinkende Zahl von potenziellen Auszubildenden in Pflegeberufen und eine alternde Belegschaft gegenüber. Ziel ist es, eine praktische und anwendungsorientierte Handlungshilfe zu entwickeln, die den Kliniken eine systematische Förderung der Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht.
Universitätsklinikum Freiburg: Erwerbsfähigkeitssicherung in der Pflege
Ein gemeinsames Präventionsprogramm des Freiburger Universitätsklinikums und der Deutschen Rentenversicherung Bund für Pflegende.
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden: Altersgerechtes Personalmanagement
Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden entschied sich bei dem Projekt „Altersgerechtes Personalmanagement“ aktiv mitzuarbeiten, um sich dem dringlichen Thema demografischer Wandel zu stellen, nachdem die Küpper Sozialforschung 2010 an die Klinik herangetreten war. Die aktive Beteiligung der Zielgruppe, weibliche Mitarbeiter ab einem Alter von 50 Jahren („50+“), war Bestandteil des Projekts.
Pfalzklinikum Klingenmünster: Nachhaltiges Gesundheitsmanagement
Eingebettet in einen ausführlichen Strategieprozess der Geschäftsführung und der oberen Leitungsebene hat sich das Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie AdöR in Klingenmünster entschlossen, ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) einzuführen.
Evangelisches Krankenhaus Bielefeld, Krankenhaus Mara: Bildung eines Teams mit Young Nurses
Zum 1. April 2012 wurden auf zwei Stationen des Zentrums für Behindertenmedizin des Krankenhauses Mara, einem Standort des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld, zwei generationenspezifische (Pflege-)Teams gebildet. Das Team der einen Station wurde ausschließlich mit jungen Pflegenden besetzt, das Team der anderen Station mit älteren Pflegemitarbeiterinnen und -mitarbeitern. Die Entwicklung von lebensphasengerechten Arbeitsbedingungen erfordert eine Vielfalt an Ideen und Vorgehensweisen. Bei diesem Modell handelt es sich um ein Beispiel, das insbesondere die junge Generation in den Blick nimmt.