Daten zum Modell

   
Datum 10.03.2011; wegen einer kürzlich vollzogenen Fusion ruht das Projekt erst einmal
Ort Stiftungsklinikum Mittelrhein GmbH – Gesundheitszentrum Evangelisches Stift St. Martin Koblenz
Interviewpartnerin Renate Hülsmann, Koordinatorin für Gesundheitsförderung
Themenkategorie „Lebensphasengerechtes Arbeiten in der Pflege“
Maßnahme Belastungsreduzierung in der Pflege, gesteigerte Wertschätzung für ältere Mitarbeiter
   

Name des Krankenhauses

Anschrift Stiftungsklinikum Mittelrhein GmbH
Johannes-Müller-Straße 7
56068 Koblenz
Tel.: 0261 / 137-0
Fax: 0261 / 137-1234
Klinikleitung Geschäftsführung
Lutz Hecht

Dr. med. Johann Paula
Webseite www.stiftungsklinikum.de
Ansprechpartner der Maßnahme Renate Hülsmann
Psychologin
Tel.: 0261 / 137-1650
rhuelsmann@stiftungsklinikum.de

Struktur- und Leistungsdaten – Kennzahlen 2010

Betten 607
Ärztinnen/Ärzte 158
Pflegekräfte 737

Eingesetzte Maßnahmen

  • Altersstrukturanalyse
  • Mitarbeiterbefragung
  • Workshops
  • Demografiebezogene Arbeitssituationsanalysen
  • Auswahl der interdisziplinär belegten Station „Augen/Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie“ (Augen/ MKG) als Pilotstation
  • Übertragung des dort erarbeiteten exemplarischen Vorgehens auch auf andere Stationen

Projektmotivation/-vorbereitung

Ausgangslage

  • MitarbeiterInnen des Standorts Koblenz sind im Durchschnitt älter als die Beschäftigten der Partner-Krankenhäuser im Klinikverbund Clinotel.
  • Man findet die älteren MitarbeiterInnen gehäuft in bestimmten Bereichen bzw. Stationen des Krankenhauses.


An der Planung beteiligte Berufsgruppen/Personen

  • Geschäftsführer
  • Pflegedirektion
  • Arbeitskreis Gesundheit


Externe Projektförderung

  • Gefördert wurde das Projekt von der Robert-Bosch-Stiftung und durchgeführt in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege und dem f-bb.

 

Projektumsetzung

Ziele

  • Langfristige Bewältigung der steigenden Anforderungen auch mit alternden MitarbeiterInnen
  • Projektziele für die MitarbeiterInnen
    • Motivationssteigerung bei den Pflegekräften
    • Reflexion der (veränderten) Anforderungen und Erarbeitung arbeitsorganisatorischer Verbesserungen mit dem Ziel der Belastungsreduzierung
    • Identifikation von Lernbedarfen
    • Aufzeigen von Bewältigungsmöglichkeiten
    • Erhöhung der Handlungskompetenz
  • Projektziele für Vorgesetzte, Führungskräfte und Ärztinnen/Ärzte
    • Sensibilisierung für Wirkungen der demografischen Entwicklung
    • Herausforderungen an Führung im demografischen Wandel: Work-Life-Balance, altersgemischte Teams, Entwicklung beruflicher Perspektiven
    • Herausarbeiten der spezifischen Kompetenzen Älterer und deren Nutzung
    • Etablieren einer „gesunden“ Fehlerkultur


Projektdauer

  • 1.8.2008 bis 20.9.2010

Projektbeurteilung

Maßnahmen zur Evaluation

  • Es erfolgte noch keine Evaluation

Zielerreichungsgrad

  • Die angestrebten Ziele wurden im Wesentlichen erreicht.

Rückblickend besonders erfolgreich/gelungen

  • Vor allem die Sensibilisierung der Führungskräfte und dabei insbesondere der Ärztinnen/Ärzte für die Problematik der demografischen Entwicklung wurde von den Akteuren als sehr positiv gesehen.
  • Die Sichtweise auf ältere MitarbeiterInnen hat sich gewandelt und zu einer stärkeren Wertschätzung geführt.
  • Ein gesteigertes Engagement der Pflegekräfte ist erkennbar.
  • Die Kommunikationsbereitschaft zwischen Ärztinnen/Ärzten und Pflege hat zugenommen.

Rückblickend erfolglos/nicht gelungen

  • Nichts

Eingeführte Maßnahme

  • Auf der Pilotstation wurde eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die verfolgten Ziele zu erreichen.
  • Unter den dort durchgeführten Maßnahmen für das Pflegepersonal findet man u.a.
    • Anschaffen von Trage- und Transporthilfen,
    • individuelle physiotherapeutische Schulungen zur Lagerung und zum Heben von PatientInnen,
    • regelmäßige Gesundheitsgespräche („Dialog Gesundheit“) über u. a. Gesundheitsverhalten, Arbeitsbelastung und Stressbewältigung,
    • spezielle Fortbildungen z. B. zum Thema Burn-out.
  • Zusätzlich sind Schulungen für die Leitungsebene beispielsweise im Bereich Gesundheitsgespräche, veränderte Arbeitsorganisation oder Sensibilisierung des Führungsverhaltens geplant.