Daten zum Modell

   
Datum 24.03.2011, Aktualisierung 31.12.2014
Ort Universitätsklinikum Freiburg
Interviewpartner Jorun Thoma, Projektkoordinatorin FRESH
Themenkategorie „Lebensphasengerechtes Arbeiten in der Pflege“
Maßnahme FRESH – Freiburger Programm zur Erwerbsfähigkeitssicherung in der Pflege. Gemeinsames Präventionsprogramm des Freiburger Universitätsklinikums und der Deutschen Rentenversicherung Bund
   

Name des Krankenhauses

Anschrift Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg
Klinikleitung Leitender Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Rüdiger Siewert

Pflegedirektorin
Jorun Thoma

Komm. Kaufmännische Direktorin

Anja Simon
Webseite uniklinik-freiburg.de
Ansprechpartner der Maßnahme Jorun Thoma
Tel.: (0761) 270-84970
mailto:jorun.thoma@uniklinik-freiburg.de

Struktur- und Leistungsdaten – Kennzahlen 2010

Zahl der vollstationären Planbetten 1.600
Anzahl der ärztlichen MitarbeiterInnen 1.200
Anzahl der Gesundheits- und KrankenpflegerInnen Gesamt 2.300

Projektmotivation/-vorbereitung

Ausgangslage

  • erhöhte physische und psychosoziale Belastungen Pflegender
  • bestehendes präventives Bewegungskonzept für Pflegende des Universitätsklinikums Freiburg reagiert auf die erhöhte physische Belastung Pflegender
  • bestehendes Supervisionsprogramm für Pflegende gibt Hinweise auf psychische Belastung
  • die Deutsche Rentenversicherung Bund hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung Westfalen und der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg  ein Rahmenprogramm zu Prävention entwickelt mit dem Titel: Beschäftigungsfähigkeit teilhabeorientiert sichern - "Betsi®"
  • Auf der Grundlage dieses Rahmenprogramms wurde im Rehabilitationszentrum Bad Salzuflen der Deutschen Rentenversicherung Bund ein Präventionskonzept entwickelt und erprobt: Gesundheitsförderung und Selbstregulation durch individuelle Zielanalyse - GUSI ® 

Planungen im Vorfeld

  • Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Bund
  • Mit dem Rehazentrum Bad Dürrheim, Klinik Hüttenbühl, einer Klinik der Deutschen Rentenversicherung Bund wurde ein Kooperationspartner gefunden
  • Mit dem leitendem Arzt der Klinik Hüttenbühl wurde das Präventionskonzept GUSI ® auf Grundlage der vorhandenen Präventionsangebote des Universitätsklinikums Freiburg speziell auf die Berufsgruppe der Pflegenden zugeschnitten.
  • Koordination mit der physiotherapeutischen Abteilung im Haus bezüglich der Bewegungsangebote
  • Informationsveranstaltungen, Veröffentlichungen im Intranet, Informationsflyer um das Programm im Haus bekannt zu machen
  • Einrichten einer Koordinierungsstelle
  • Einrichten einer Telefonhotline, bei der sich die Pflegenden informieren können

An der Planung beteiligte Berufsgruppen/Personen

  • Projektgruppe des Klinikums
  • Chefarzt der Klinik Hüttenbühl, Dr. Leyhausen
  • Vertreter der Deutschen Rentenversicherung Bund

Externe Projektförderung

  • Die Deutsche Rentenversicherung Bund finanziert die stationäre Phase in der Klinik Hüttenbühl und die Unterbringung im Hotel

Projektumsetzung

Ziele

  • Vermittlung eines Bewusstseins, dass die Pflegenden selbst für ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität verantwortlich sind
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Entwicklung der Selbstmanagementkompetenzen 

Zielgruppe 

  • Pflegende, bei denen eine drohende Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit besteht, die aber noch keinen Rehabilitationsbedarf haben.
  • Pflegende, die bei der Deutschen Rentenversicherung Bund versichert sind.


Elementare Konzeptbestandteile

Interventionsziele aus dem Rahmenprogramm der Deutschen Rentenversicherung Bund:

  • Lebensstiländerung
  • Aktivitätsförderung
  • besserer Umgang mit körperlicher und psychischer Anspannung
  • Problembewältigung im Arbeitsalltag
  • Förderung gesundheitsgerechter Verhaltensweisen
  •  bessere Körperwahrnehmung
  • Schmerzprophylaxe

Verfahren

Pflegende müssen sich schriftlich bei der Koordinierungsstelle bewerben. Es erfolgt eine Vorauswahl durch ein kleines Gremium (VertreterIn des Personalrats, Supervisionsdienst, eine MitarbeiterIn). Es können 12 bis 15 Pflegende pro Durchlauf teilnehmen.

Bei einem Besuch beim betriebsärztlichen Dienst und in der Klinik Hüttenbühl wird festgestellt, ob eine Präventionsmaßnahme für die Pflegenden möglich ist.
Pflegende müssen die Maßnahme bei der Deutschen Rentenversicherung Bund beantragen.

  1. Initialphase: ein Gruppentreffen im Klinikum
  2. Stationäre Phase: 5 Tage Aufenthalt im Reha-Zentrum Bad Dürrheim, Klinik Hüttenbühl; Unterbringung in einem Hotel; Pflegende werden für die Zeit der stationären Phase vom Arbeitgeber freigestellt
  3. Verstetigungsphase: 7 Folgetreffen; Entspannung und Bewegung im Universitätseigenem Fitnesscenter; Vertiefung Selbstmanagement; Abschlussnachmittag
  4. Auffrischungssamstag nach 5 Monaten in der Klinik Hüttenbühl

Modell-Beispiele

  • Betsi, hier aber auf die spezielle Berufsgruppe der Pflegenden an einem Arbeitgeber abgewandelt

anfängliche Akzeptanz

  • Für die erste Gruppe haben sich ausreichend viele Pflegende beworben 

Projektverlauf 

Nach ungefähr 2 Jahren Vorbereitungszeit konnte im Januar 2011 die erste Gruppe starten. Für 2011 sind zwei Gruppen geplant. Ab 2012 sollen drei Gruppen im Jahr am Programm teilnehmen können.


Projektdauer

  • Konzeptentwicklung: 2008 bis 2010
  • Durchführung ab 2011

Projektgruppe

  • Projektleitung: Beate Buchstor
  • Mitglieder der Projektgruppe: Supervisionsdienst, Arbeitsmedizin, Personalrat, zwei Pflegedienstleitungen

Projektbeurteilung

Ausgangsanalyse 

  • Die Bedürfnisse der Pflegenden wurden in Fokusgruppeninterviews festgestellt und in das Konzept eingearbeitet.


Evaluation der Maßnahme

  • Bisher keine Evaluation durchgeführt.


Evaluationsergebnisse 

  • noch nicht vorhanden


Zielerreichungsgrad 

  • Die Rückmeldungen derer, die an der ersten Gruppe teilgenommen haben, sind positiv.


Übernahme der Maßnahmen in die Regelversorgung

  • Die Maßnahme wird seit 2011 durchgeführt.

rückblickend erfolglos/nicht gelungen

  • Die Abstimmung des bestehenden Programms der Deutschen Rentenversicherung Bund auf die spezifischen Belange der Pflegenden bedurfte vieler Diskussionen in der Arbeitsgruppe.


Eingeführte Maßnahme

größte Auswirkung

  • noch keine Angaben möglich

größte Veränderung

  • noch keine Angaben möglich