Daten zum Modell

   
Datum 05.06.2012, Aktualisierung 31.12.2014
Ort Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard GmbH, Münster
Interviewpartner Gregor Uphoff, Schulleiter
Themenkategorie „Lebensphasengerechtes Arbeiten in der Pflege“
Maßnahme Teilzeitausbildung Gesundheits- und Krankenpflege
   

Name des Krankenhauses

Anschrift Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard
Westfalenstraße 105
48165 Münster
Schulleitung Gregor Uphoff
Webseite www.zfg-muenster.de
Ansprechpartner der Maßnahme Gregor Uphoff
Tel.: 02501-17 27 51
Fax: 02501-17 42 08
gregor.uphoff@zfg-muenster.de

Projektmotivation/-vorbereitung

Ausgangslage

Gründe für die Einführung einer Teilzeitausbildung sind

  • die demographische Entwicklung mit dem wachsenden Anteil der Hochbetagten und dem sinkenden Anteil der Jungen
  • der sich abzeichnende Fachkräftemangel auch im Pflegebereich
  • das Ausschöpfen eines bisher brachliegenden Bewerberpotentials
  • die Stärkung des Schulstandortes


Planungen im Vorfeld

  • Schulintern mussten die personellen und die räumlichen Kapazitäten geklärt werden.
  • Mit den Geschäftsführungen und den Pflegedienstleitungen musste das Konzept insbesondere wegen der familienfreundlichen Gestaltung der Arbeitszeiten abgestimmt werden.
  • Den Stationsleitungen wurde das Modell der Teilzeitausbildung vorgestellt.
  • Mit der Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung mbH, die sich um die Wiedereingliederung von Frauen in das Berufsleben kümmert, wurde beraten, wie man die Arbeitszeiten familienfreundlich gestalten kann


Am Projekt beteiligte Berufsgruppen/Personen

  • Geschäftsführung der Zentralschule für Gesundheitsberufe
  • Krankenpflegeschule
  • Pflegedienstleitungen
  • Stationsleitungen


Externe Projektförderun gund Kooperationen

  • Nein

Projektumsetzung

Ziele

  • Beabsichtigt war, Personen für eine Teilzeitausbildung zu rekrutieren, die aufgrund ihrer persönlichen Situation (BewerberInnen mit Kindern/ Alleinerziehende) keine Vollzeitausbildung durchführen können.
  • Bei der Gestaltung der Arbeitszeiten wurden familienfreundliche Regelungen soweit möglich umgesetzt.


Projektdauer

  • Seit April 2012

Projektbeurteilung

Rückblickend besonders erfolgreich/gelungen

  • Als sehr erfolgreich zu werten ist die Anzahl der Bewerbungen. Auf die 25 Ausbildungsplätze haben sich 100 Bewerber gemeldet.
  • Die angenommenen BewerberInnen sind hoch motiviert. Ihre Einstellung ist überdurchschnittlich.
  • Die Bewerber sind sich der Einmaligkeit ihrer Chance bewusst, erfahren jedoch auch, welcher Doppelbelastung (Familie und Beruf) sie ausgesetzt sind.
  • Durch die Teilzeitausbildung konnten 25 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden.

 


Rückblickend erfolglos/nicht gelungen – Schwierigkeiten des Projektes

  • Als problematisch könnte sich möglicherweise die Arbeitszeit in der Spätschicht herausstellen.

Eingeführte Maßnahme

  • Seit April 2012 wird an der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard in Münster eine Teilzeitausbildung zur/zum staatlich examinierten Gesundheits- und KrankenpflegerIn angeboten. Die Ausbildung ist inhaltlich völlig identisch mit dem regulären dreijährigen Angebot. Sie dauert vier Jahre.
  • Der theoretische Unterricht findet als Blockunterricht in der Zeit zwischen 8:00 und 13:15 Uhr statt.
  • Gestaltungsbedürftig ist im Wesentlichen der praktische Teil der Ausbildung. Das betrifft die Anpassung des Urlaubs an die Schulferien, die Regelungen zum Wochenenddienst und vor allem den Schichtdienst mit der entsprechenden Gestaltung der Arbeitszeiten.
  • Die Arbeitszeiten der Auszubildenden entsprechen einer 75%-Stelle mit 5-Tage-Woche. Früh- und Spätschicht sind vorgesehen. Bei der Frühschicht haben die Auszubildenden die Wahlmöglichkeit zwischen der frühen Frühschicht von 6:00 bis 12:17 Uhr oder der späten Frühschicht von 8:00 bis 14:17 Uhr. Je die Hälfte der Auszubildenden nimmt eine der beiden Schichten wahr. Die Spätschicht dauert von 13:00 bis 19:17 Uhr. Nachtdienste sind außerhalb der gesetzlichen Regelungen (8 Nächte in 3 Jahren) nicht zu leisten. Ein Wochenenddienst ist einmal im Monat vorgesehen.
  • Nach Evaluation des ersten Ausbildungsganges wurden kleinere Änderungen vorgenommen, das Grundgerüst ist jedoch unverändert.
  • Aufgrund des großen Erfolges hat am 01.04.2014 ein weiterer Lehrgang in Teilzeit begonnen.