Modelle im ÜberblickKlinikum Lüdenscheid: Einführung von CasemanagementAlexianer-Krankenhaus Köln: TherapiemanagementKliniken Maria Hilf Mönchengladbach: Einführung neuer BerufsgruppenStädtisches Klinikum Karlsruhe: Einführung PatientenmanagementUniversitätsklinikum Heidelberg: Einsatz von HotelfachkräftenMedizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz GmbH : Einsatz von StudentInnenKlinikum Fürth: Einsatz von ServicekräftenCaritas Krankenhaus St. Josef Regensburg: Einführung von Primärer Pflege Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim: Ersteinschätzung der PatientInnen Universitätsklinikum Freiburg: Applikation von Zytostatika St. Franziskus-Hospital Münster: AltenpflegerInnen betreuen PatientInnen mit kognitiver EinschränkungFlorence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf: Implementierung von erweiterter PflegepraxisKreiskrankenhaus Frankenberg gGmbH: Aufbau einer Ambulanz chronische WundenKlinikum Frankfurt (Oder): Ersteinschätzung in der Zentralen Notaufnahme
Neue Arbeitsteilung und Prozessgestaltung
Der soziodemografische Wandel hat große Auswirkungen auf das künftige Arbeitskräfteangebot für Krankenhäuser und erfordert eine neue Aufgabenteilung bei den patientennahen Berufsgruppen. Im Pflege- und Funktionsdienst führt dies kontinuierlich zur Erweiterung von Kompetenzen und beruflichen Perspektiven. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Modelle zur Aufgabenneuordnung die Versorgung im Krankenhaus verbessern und zugleich die Zufriedenheit des Personals erhöhen können.
- Klinikum Lüdenscheid: Einführung von Casemanagement
- Im Klinikum Lüdenscheid wurde seit 2005 sukzessive ein Casemanagement eingeführt. Durch die Umsetzung des Expertenstandards "Entlassungsmanagement" sowie begleitender Maßnahmen und durch die Etablierung von Case ManagerInnen wurde eine Entlastung des Personals auf Station erreicht. Durch einen kontrollierten Ressourceneinsatz und der Reorganisation von Prozessen konnten zudem Kosten eingespart werden – bei einer gleichzeitig verbesserten Patientenversorgung.
- Alexianer-Krankenhaus Köln: Therapiemanagement
- Unstimmigkeiten unter Arbeitskräften und Überlappungen bei der Therapieplanung sorgten für Unzufriedenheit unter PatientInnen sowie bei Pflegekräften und Ärztinnen/Ärzten. Als Ergebnis der Prozessveränderungen im Alexianer-Krankenhaus in Köln wird die die Erstellung individueller Therapiepläne nicht mehr vom ärztlichen Dienst, sondern vom Pflegedienst vorgenommen. PatientInnen werden an der Auswahl der für sie hilfreichen Therapie-Angebote beteiligt. Die Möglichkeiten eigenverantwortlichen Handelns werden von den Pflegekräften überwiegend positiv bewertet, die Zufriedenheit der PatientInnen steigt.
- Kliniken Maria Hilf Mönchengladbach: Einführung neuer Berufsgruppen
- Angesichts zunehmender Expansionserfordernisse, gleichzeitigem Ärztemangel und dem Bedürfnis, Pflegekräfte zu entlasten, ist die Idee der Umstrukturierung der Aufgabenverteilung gewachsen. Es erfolgte eine kritische Betrachtung der traditionellen Aufgabenzuordnung zu den einzelnen Berufsgruppen und Neustrukturierung nach entsprechender Analyse. Im Nachgang wurde die Aufgabenzuordnung auf den bettenführenden Stationen neu strukturiert.
- Städtisches Klinikum Karlsruhe: Einführung Patientenmanagement
- Im Städtischen Klinikum Karlsruhe wurde ein zweistufiges klinisches Patientenmanagement eingerichtet. Ziel war eine Optimierung und Koordination aller zur Patientenversorgung notwendigen Prozesse.
- Universitätsklinikum Heidelberg: Einsatz von Hotelfachkräften
- Am Universitätsklinikum Heidelberg werden qualifizierte Hotelfachkräfte nach einer spezifischen Schulung im stationären Speisenmanagement und Patienten-Service eingesetzt. Durch das neue Berufsprofil sollen das Pflegefachpersonal entlastet, die Patienten- und Serviceorientierung gestärkt und die Patientenzufriedenheit verbessert werden.
- Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz GmbH : Einsatz von StudentInnen
- Ausgangspunkt dieses Projektes war der Einsatz von Bachelorstudierenden, die nach dem Abschluss der Ausbildung zu Gesundheits- und KrankenpflegerInnen in die zweite Studienphase kamen. Ziel war es, aktuelles Fachwissen mit dem Erfahrungswissen der Pflegenden auf den Stationen produktiv zu verbinden, Entwicklungs- und/oder Veränderungsbedarf zu erkennen und daraus definierte Arbeitsaufträge für die akademisch qualifizierte Pflegefachperson zu entwickeln.
- Klinikum Fürth: Einsatz von Servicekräften
- Die Leistungsverdichtung führte im Klinikum Fürth zum Einsatz von Servicekräften auf allen Stationen des Klinikums. Die Übertragung von Tätigkeiten auf geschulte ServicemitarbeiterInnen führte zu einer Verbesserung der Servicequalität. Nach einer Pilotphase von drei Monaten wurde das Projekt flächendeckend auf allen Stationen realisiert.
- Caritas Krankenhaus St. Josef Regensburg: Einführung von Primärer Pflege
- Das Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg hat im Jahre 1993 begonnen, das Krankenhaus auf prozessorientierte Abläufe umzustellen. Dabei wurde der Gesamtprozess von der Aufnahme bis zur Entlassung auf den Prüfstand gestellt. Das prozessorientierte Krankenhaus entstand.
- Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim: Ersteinschätzung der PatientInnen
- In der interdisziplinären Notaufnahme im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim wird die Behandlungsdringlichkeit der PatientInnen mittels des Manchester-Triage-Systems durch Pflegende festgestellt.
- Universitätsklinikum Freiburg: Applikation von Zytostatika
- Die Abteilung Hämatologie/Onkologie der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg blickt auf eine lange Tradition der Applikation von Zytostatika durch das Pflegepersonal zurück. Intravenös zu verabreichende Zytostatika werden durch examinierte Pflegekräfte appliziert. Die Qualifizierung der Pflegekräfte ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine rechtssichere Delegation von Aufgaben.
- St. Franziskus-Hospital Münster: AltenpflegerInnen betreuen PatientInnen mit kognitiver Einschränkung
- Im St. Franziskus-Hospital in Münster betreuen fünf AltenpflegerInnen PatientInnen mit kognitiven Einschränkungen vor, während und nach einer Operation. Dieses Geriatrieteam wird ärztlich geleitet und ist der Klinik für Anästhesie angegliedert.
- Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf: Implementierung von erweiterter Pflegepraxis
- Im Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf werden seit 2010 klinische PflegeexpertInnen beschäftigt, welche in der Arbeitsweise der erweiterten Pflegepraxis auf den einzelnen Abteilungen integriert sind.
- Kreiskrankenhaus Frankenberg gGmbH: Aufbau einer Ambulanz chronische Wunden
- Am Kreiskrankenhaus Frankenberg wurde eine pflegerisch geleitete Ambulanz chronische Wunden eingerichtet. Dies ist ein Beispiel dafür, dass auch in einem eher kleinen Krankenhaus ein solches Projekt realisierbar ist. 2012 vom Wundsiegel ICW e.V. zertifiziert, hat die Ambulanz ihren Schwerpunkt auf einer regionalen Vernetzung und Koordination verschiedener Dienste entwickelt.
- Klinikum Frankfurt (Oder): Ersteinschätzung in der Zentralen Notaufnahme
- In der Zentralen Notaufnahme des Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH waren seit 2006 jährliche Anstiegsraten von 7% der Patientenkontaktzahlen zu verzeichnen. PatientInnen wurden einer unstrukturierten, nicht standardisierten Ersteinschätzung unterzogen. Auf der Grundlage einer ausführlichen Problem- und Ursachenanalyse wurden Anfang 2009 konkrete Anforderungen zur Verbesserung der Situation definiert und umgesetzt. Die Kombination des Einsatzes von EDV-gesteuerten patientenorientierten Behandlungspfaden und der Ersteinschätzung durch hochqualifizierte Pflegekräfte ist äußerst erfolgreich. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist erheblich verbessert und die Anzahl der Patientenbeschwerden deutlich reduziert worden.
