Daten zum Modell

   
Datum 14.11.2017
Ort Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift
Interviewpartner Angela Ahrens, Stellvertretende Pflegedirektorin
Themenkategorie „Neue Arbeitsteilung und Prozessgestaltung“
Maßnahme Selbstbestimmte Arbeitszeiten
   

Name des Krankenhauses

Anschrift Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift
Hamburger Str. 41
21465 Reinbek
Klinikleitung Geschäftsführung
Björn Pestinger

Ärztlicher Direktor
Prof. Dr. Stefan Jäckle

Pflegedirektor
Thomas Meyer

Website https://www.krankenhaus-reinbek.de/
Ansprechpartner der Maßnahme Angela Ahrens, Stellvertretende Pflegedirektorin, Personalmanagement
Telefon: +49 (0) 40 7280 - 5190
E-Mail: angela.ahrens@krankenhaus-reinbek.de

Struktur- und Leistungsdaten

Anzahl der Betten im gesamten Krankenhaus
Anzahl Betten
351
Ärztinnen/Ärzte insgesamt (außer Belegärzte) 98 Vollkräfte
Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen 241 Vollkräfte
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-innen 4 Vollkräfte
Altenpfleger/-innen 5 Vollkräfte

Projektmotivation/-vorbereitung

Ausgangslage

  • Es gab zunehmend Probleme, vakante Stellen im Pflegedienst zu besetzen.
  • Von den Bewerbern wurde von der Schwierigkeit berichtet, einen Dienstplan mit wechselnde Schichten mit der Versorgung von Kindern oder pflegebedürftigen Kindern zu vereinbaren.

Projektumsetzung

Anfangsziele

  • Schnellere Nachbesetzung von vakanten Stellen im Pflegebereich
  • Entlastung des Pflegedienstes durch Nachbesetzung von offenen Stellen
  • Familienfreundliche Arbeitsplätze in der Pflege

Eingeführte Maßnahmen

  • Es wurde ein Springer-Pool gegründet, für den neue Pflegedienstmitarbeiter/-innen akquiriert wurden.
  • Den neu eingestellten Mitarbeiter/-nnen wurde ein auf ihre persönliche Lebenssituation passendes Arbeitszeitkontingent zugesichert.
  • Die Mitarbeiter/-innen erhalten einen Monatsdienstplan mit ihren Einsatzorten.
  • Es wurden 3-jährig examinierte Pflegekräfte eingestellt, die z.T. schon länger nicht mehr in der Pflege tätig waren. Aus diesem Grunde war auch keine grundlegende Einarbeitung erforderlich, sondern eine Aktualisierung des Fachwissens sowie eine Einweisung in die Gegebenheiten des Krankenhauses (z.B. KIS-Handhabung)
  • Die Pool-Mitarbeiter/-nnen können vom Springer-Pool auch zu einer Anstellung auf einer Station wechseln.

Projektbeurteilung

Auswirkungen der Neuerungen auf die Berufsgruppen und das Klinikum

  • Durch den Springer-Pool konnten Vakanzen im Pflegedienst des Krankenhauses beseitigt werden.
  • Das Krankenhaus erhält sehr viele Bewerbungen auf Ausschreibungen für Pool-Stellen.
  • Die Akzeptanz der Mitarbeiter/-innen des Springer-Pools bei den Pflegekräften auf Station ist sehr hoch. Die „Springer“ werden als Hilfe und Entlastung empfunden.
  • Die Mitarbeiter/-innen des Springer-Pools können aufgrund der vereinbarten Wunscharbeitszeit ihre privaten und beruflichen Belange vereinbaren.
  • Anfängliche Bedenken, dass die Mitarbeiter/-innen mit den selbstbestimmten Arbeitszeiten „Begehrlichkeiten“ bei ihren Kollegen im Schicht-Betrieb wecken, wurden nicht bestätigt.

Maßnahmen

Maßnahmen zur Evaluation / Evaluationsergebnisse

  • Einmal im Monat wird in einer Teamsitzung des Springer-Pools mit der Pflegedienstleitung u.a. darüber diskutiert, was gut oder was schlecht gelaufen ist.
  • Aus Gesprächen mit den Pflegekräften auf Station ist bekannt, dass das Modell als Win-Win-Situation für alle Beteiligen empfunden wird.